"Draperie 2.0"

 

Ein Kunstprojekt der Q11 am Paul-Klee-Gymnasium, Gersthofen

Dies ist ein Projekt aus unserer Reihe "Vielseitig - Literarische Landkarte - bayernweit"

Ausgangspunkt waren die Arbeiten von Tilman Riemenschneider in der Mittelalter-Abteilung im Bayerischen Nationalmuseum.

Eine Faszination üben diese Holzskulpturen durch das unmittelbare Zusammentreffen von der realistischen Darstellung von Köpfen und Händen mit der sehr eigenständigen, fast schon abstrakten Formerfindung des Faltenwurfes aus.

Die Schüler sollten sich mit festem doppelwelligem Karton dem Formprinzip der Draperiedarstellung von Tillman Riemenschneider annähern und eigenständig umsetzen. Die „Kleidungsstücke“ mussten sich am menschlichen Maß orientieren und anschließend auch tragbar sein.

An den abschließenden Fotoportraits wird die dialektische Ausgangsposition der spätmittelalterlichen Riemenschneider-Arbeiten deutlich und verstärkt sich sogar durch die zusätzliche „Draperie“ der Masken, die die Schüler aufgrund der Hygienevorschriften durch die Covid-Pandemie tragen mussten. 

Eigenartigerweise verleihen hier die Masken den Darstellungen der Schüler eine fast aristokratische Würde.

Der Besuch im Textilmuseum Augsburg, der ursprünglich ein wichtiger Bestandteil des Projektes gewesen wäre, musste leider durch die Pandemie aufgeschoben werden. 

Das Textilmuseum Augsburg bietet sich an, auch die technisch-handwerkliche Seite der Stoffherstellung zu thematisieren, die Qualität und Eigenschaften von Gewebtem zu erfahren und die wirtschaftliche Bedeutung der Textilindustrie anzusprechen.

 

Das Projekt wird fortgesetzt. 

Projektleitung: Norbert Schessl, Kunstlehrer am Paul-Klee-Gymnasium, Gersthofen

Dies ist ein Projekt aus unserer Reihe Vielseitig - Literarische Landkarte - bayernweit

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