this is the time for poetry - Volha Hapeyeva wird mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2022 ausgezeichnet.

© Bogenberger Autorenfotos

 

Über die Macht der Sprache und die Kraft der Poesie.

 

 

Volha Hapeyeva erhält den WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2022 für ihren Text Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils. In ihrem herausragenden Kurztext setzt sie "despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen", so die Jury.

Die Begründung der Jury zur Verleihung des Literaturpreises an Volha Hapeyeva:
„Mit ihrem literarischen Essay Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils gelingt es der im deutschen und österreichischen Exil lebenden belarussischen Autorin Volha Hapeyeva auf eindringliche Weise, das Nachdenken über Heimat und persönliche Wurzeln mit der Reflexion über Gewalt und Macht zu verweben. Dabei zielt sie vor allem auf die Kraft der Sprache ab: Sie zeigt, dass Diktaturen Sprachpolitik für ihre Zwecke nutzen, dass sie ihre eigene Sprache etablieren, dass Worte töten können. Und dass Diktaturen Kunst und Poesie unterdrücken, weil sie Mittel des kritischen Denkens sind, die ihnen gefährlich werden können. Gerade deswegen setzt Hapeyeva despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen. Ihr kunstvoll arrangiertes Plädoyer für eine widerständige Poesie gewinnt vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine an bedrückender Aktualität. Hapeyeva tut, was eine Autorin im Angesicht von Gewalt und Unterdrückung zum Besten tun kann: mit starken Worten wirken."

 

Den gesamten Text und weitere Informationen finden Sie auf WORTMELDUNGEN.org

 

 

Bayern liest