Schreibwerkstatt „Zehn Leben“ in der Villa Stuck
Kunstobjekte als Inspiration für Schreibende
Einer der beiden Künstler, Delschad Human Khorschid, führte uns zu Beginn der Schreibwerkstatt persönlich durch die aktuelle Ausstellung, deren zentrale Themen, Flucht, Trauma und Sehnsucht sind.
Vor dem unerfreulichen Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Debatten, in denen Migration oft auf Zahlen, Zurückweisung, bzw. Beschränkungsforderungen reduziert wird, eröffnen die ausgestellten Arbeiten beider Künstler einen Raum für Empathie und Verständnis und sind ein bewegender und kraftvoller Aufruf zu mehr Menschlichkeit.
Der Autor, Schauspieler und Künstler Delschad Numan Khorschid wurde Anfang der 1980er Jahre im Norden des Irak geboren. Seine Familie gehörte zur verfolgten kurdischen Minderheit. Im Genozid an den Kurden verlor er seinen Vater und große Teile seiner Familie. Kurdische Kinder durften keine Schule besuchen und blieben staatenlos. Delschad brachte sich Lesen und Schreiben selbst bei – mit Stiftstummeln und Papierfetzen, die er im Müll fand. Nach einer über zwei Jahre andauernden Flucht und vielen traumatischen Erlebnissen kam er 2003 in München an. Die Schauspielschule in Berlin war die erste Schule, die er in seinem Leben besuchte. Mit der deutschen Staatsbürgerschaft 2016 erhielt er den ersten Pass seines Lebens.
Seit 2019 ist Delschad Numan Khorschid Ensemblemitglied des Münchner Residenztheaters. 2025 wurde er für sein Buch „Nirgendwo ist mein Zuhause“ mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.
Uns wird durch das Miteinander von Bildern, unbearbeiteten Fotografien und seinen poetischen Texten ein berührend intensiver und die eigene Perspektive erweiternder Zugang zu Themen wie Identität, Trauma und Neuanfang ermöglicht.
Delschad Numan Khorschids Werkgruppen mit der in ihnen mitunter erschütternd intensiv spürbaren Innenperspektive laden ein, poetisch schreibend in empathischer Resonanz auf sie zu antworten.
Im Rahmen dieser Ausstellung leitete der Lyriker, Romanautor, Übersetzer und Professor für Komparatistik (Washington University, St. Louis, USA) Matthias Göritz diese ganztägige offene Schreibwerkstatt.
Einer der beiden Künstler, Delschad Human Khorschid, führte uns zu Beginn der Schreibwerkstatt persönlich durch die aktuelle Ausstellung, deren zentrale Themen, Flucht, Trauma und Sehnsucht sind.
Vor dem unerfreulichen Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Debatten, in denen Migration oft auf Zahlen, Zurückweisung, bzw. Beschränkungsforderungen reduziert wird, eröffnen die ausgestellten Arbeiten beider Künstler einen Raum für Empathie und Verständnis und sind ein bewegender und kraftvoller Aufruf zu mehr Menschlichkeit.
Der Autor, Schauspieler und Künstler Delschad Numan Khorschid wurde Anfang der 1980er Jahre im Norden des Irak geboren. Seine Familie gehörte zur verfolgten kurdischen Minderheit. Im Genozid an den Kurden verlor er seinen Vater und große Teile seiner Familie. Kurdische Kinder durften keine Schule besuchen und blieben staatenlos. Delschad brachte sich Lesen und Schreiben selbst bei – mit Stiftstummeln und Papierfetzen, die er im Müll fand. Nach einer über zwei Jahre andauernden Flucht und vielen traumatischen Erlebnissen kam er 2003 in München an. Die Schauspielschule in Berlin war die erste Schule, die er in seinem Leben besuchte. Mit der deutschen Staatsbürgerschaft 2016 erhielt er den ersten Pass seines Lebens.
Seit 2019 ist Delschad Numan Khorschid Ensemblemitglied des Münchner Residenztheaters. 2025 wurde er für sein Buch „Nirgendwo ist mein Zuhause“ mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.
Uns wird durch das Miteinander von Bildern, unbearbeiteten Fotografien und seinen poetischen Texten ein berührend intensiver und die eigene Perspektive erweiternder Zugang zu Themen wie Identität, Trauma und Neuanfang ermöglicht.
Delschad Numan Khorschids Werkgruppen mit der in ihnen mitunter erschütternd intensiv spürbaren Innenperspektive laden ein, poetisch schreibend in empathischer Resonanz auf sie zu antworten.
Im Rahmen dieser Ausstellung leitete der Lyriker, Romanautor, Übersetzer und Professor für Komparatistik (Washington University, St. Louis, USA) Matthias Göritz diese ganztägige offene Schreibwerkstatt.
© Werner Vogt